Du kannst nicht einfach keinen Purpose haben (aber ist es deiner?)
"Ich glaube nicht an diesen Purpose-Quatsch."
ok … "Wofür stehst du morgens auf?"
"Um zu arbeiten. Um zu überleben. Um irgendwann in Rente zu gehen."
"Das klingt nach einem Purpose."
Stille.
Dann: "Nein. Das ist einfach... Realität."
Und da liegt der Knoten.
Du hast bereits einen Purpose. Ob du willst oder nicht.
Jeder Mensch hat zu jeder Zeit einen Purpose.
Du kannst nicht einfach keinen haben.
Auf der fundamentalsten, evolutionären Ebene ist dein Purpose: Leben.
Das war's. Sonst nichts.
Atmen. Essen. Schlafen. Überleben. Fortpflanzen.
Aber hier beginnt es zu bröckeln:
Die Welt, in der wir leben, ist nicht mehr darauf ausgelegt, diesem simplen Purpose treu zu bleiben.
Wir haben Systeme gebaut – Wirtschaft, Politik, Gesellschaft –, die verlangen, dass wir mehr sind als nur "lebendig".
Und weil wir diesen fundamentalen Purpose nicht mehr akzeptieren können, ohne in eine existenzielle Krise zu fallen, tun wir etwas anderes:
Wir übernehmen den Purpose, den das System uns gibt.
Existenzieller-Purpose vs. Echter Purpose :)
Es gibt zwei Möglichkeiten, damit umzugehen:
Weg 1: Akzeptiere "Leben" als Purpose.
Klingt einfach. Ist es aber nicht.
Denn zu akzeptieren, dass der einzige fundamentale Zweck des Lebens ist, zu leben, bedeutet: Du musst dich von der Realität entkoppeln, in der du gerade steckst.
Du musst aufhören, dich über Karriere, Status, Besitz, Leistung zu definieren.
Und das? Das schafft fast niemand, ohne in Depression zu verfallen.
Weil das System um uns herum nicht dafür gebaut ist.
Weg 2: Forme einen Purpose, der deiner natürlichen Essenz entspricht.
Das ist der Weg, den die meisten gehen sollten – aber nicht gehen.
Du nimmst deine natürliche Essenz – deine Echtheit, deine Authentizität, deinen bewussten, natürlichen Antrieb – und formst daraus einen Purpose, der für dich funktioniert.
Einen Purpose, der aus deiner genetischen Zusammensetzung, deinen Erfahrungen und deinem holistischen Blick auf das große Ganze gespeist ist.
Das ist nicht der Purpose des Systems.
Das ist dein Purpose.
Aber die meisten Menschen gehen keinen dieser beiden Wege.
Sie gehen einen dritten.
Der Purpose, der dich zerstört (System-Purpose)
Die meisten Menschen leben einen Purpose, der nicht ihrer Natur entspricht.
Sie leben getrennt von sich selbst.
Ihr Purpose lautet:
- Arbeiten bis zur Pension
- Überleben (nicht leben – überleben)
- Reich werden
- Macht gewinnen
Das sind keine selbstgewählten Purposes.
Das sind System-Purposes.
Purposes, die das System dir gegeben hat, weil du nicht stark genug warst, deinen eigenen zu finden.
Und das Tragische?
Die Menschen, die am lautesten sagen: "Ich glaube nicht an Purpose" – das sind oft genau die, die am meisten unter ihm leiden.
Sie leben einen Purpose, der nicht ihrer ist.
Und sie spüren es.
Aber sie wollen es nicht ändern.
Warum nicht ändern?
Weil das bedeuten würde, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.
Sich der eigenen Realität zu stellen.
Und ja – verdammt – das tut weh.
Es tut weh, zu erkennen, dass du jahrelang an etwas geglaubt hast, das du nicht bist.
Es tut weh, zu sehen, dass du in einer Hülle gelebt hast, die du geschaffen hast, weil das System um dich herum dich dazu gebracht hat.
Es tut weh, zuzugeben: "Ich habe mich selbst verloren."
Das ist nicht schön.
Aber weißt du, was noch weniger schön ist?
Nie zu wissen, wer du wirklich bist.
Bis zum Umfallen nach Macht und Reichtum zu streben, ohne je zu spüren, was es bedeutet, deinem eigenen ECHTEN Purpose zu folgen.
Zu überleben, anstatt zu leben.
Du kannst keinen Purpose nicht haben …
Die Frage ist nur:
Lebst du deinen – oder den des Systems?
Lebst du, um zu leben?
Oder lebst du, um zu funktionieren?
Und wenn du merkst, dass es der Purpose des Systems ist, dann hast du eine Wahl:
Du kannst weitermachen wie bisher.
Oder du kannst anfangen, die unbequeme Arbeit zu tun.
Die Arbeit, dich selbst zu finden.
Die Arbeit, zu verstehen, wer du ohne das System bist.
Die Arbeit, einen Purpose zu formen, der nicht von außen kommt, sondern von innen.
Das ist nicht einfach.
Aber es ist das Einzige, was am Ende wirklich zählt.
Denn zu wissen, wer du bist?
Das ist der schönste Purpose, den du je haben wirst.
P.S. Teile den Beitrag gerne mit jemandem der das lesen sollte. Merci ;)
Und wenn du merkst, dass deine Expertise in der Flut untergeht – oder du einfach nicht die Zeit hast, sie so rauszubringen, wie sie es verdient hätte – dann lass uns reden.
Bei storystark.de mache ich genau das: Ich helfe Beratern, ihre Perspektive so zu übersetzen, dass sie ankommt. Nicht lauter. ECHTER.